Tagebuch      
  Dienstag, der 24. November 2009

Dunkle Wolken über dem Polohouse.

Gestern sollte es nun richtig losgehen und ich habe mir die Karosse noch mal richtig angeschaut.

Es hat keinen Sinn mehr.

Der vordere Fußraum war ja klar und die Bleche sind ja auch schon da, aber: Fußraum vorn links, Fußraum hinten links, Schweller rechts und links, Innenschweller rechts und links, Seitenteil rechts und links, Innenradkasten rechts, Heckschürze, beide Eckbleche hinten und Reserveradmulde müssen erneuert werden. Also fast die gesamte Karosse.

Ok, Schweller und das linke Seitenteil sowie die komplette Heckschürze mit Eckblechen sind vorhanden. Aber selbst mit viel Engagement macht es keinen Sinn mehr die Arbeit und auch noch das Geld für das rechte Seitenteil hinein zu stecken. Für das Seitenteil selbst muss ich bei VAG schon 250 € löhnen. Und selbst wenn ich alles austausche, so bleibt bei mir doch der Hintergedanke ob die Karosse hinterher noch seine Festigkeit hat.

Irgendwann ist nun mal das Ende der Fahnenstange erreicht, und nun ist es soweit.

Bei Hilal können wir uns nachher eine andere Karosse aussuchen. Mal sehen was der so anzubieten hat. Die Verhandlung heute morgen ergab das ich dort wieder einen Polo Steilheck für 200 Euro bekommen kann. Und das selbstverständlich frei Haus. Mal sehen, ich warte nun erst mal auf seinen Anruf.

Soweit erst einmal die neuesten Nachrichten.

 

Das Poloprojekt ist damit aber nicht gestorben. Es geht weiter, wenn auch mit einer anderen Karosse die hoffentlich besser in Schuss sein wird. Auch diese wird komplett zerlegt und umlackiert auf unsere Farbvorstellung und dann kommen die ganzen vorbereiteten Teile eben da rein.

Auch darüber werde ich Euch hier berichten. Es wird aber einen neuen Thread geben.

 

 
     
  Sonntag, der 22. November

Viel zu berichten gibt es nicht außer:

Der Kleine ist wieder zu Hause!

Nachdem ich Donnerstag beim Strahler war rief der mich Freitagmorgen an und lud mich ein den Kleinen zu begutachten. Da hat ihn mein Besuch vom Vortag wohl nervös gemacht und der hat seine Leute ruckartig an meine Karosse geschickt damit die fertig wird. Leider haben die den werkseitigen Unterbodenschutz nicht abbekommen, wobei sich mir die Frage stellt, ob die da auch richtig rangegangen sind. Wenigstens ist einer seiner Männer noch dabei gegangen und hat den Motorraum frei gemacht. Aber wirklich überzeugen kann mich das Ergebnis nicht und ich kann auch keinem empfehlen das nachzumachen, denn alle Bleche die nicht ausgetauscht werden kann ich nun glatt schleifen und mindestens 2 mal füllern damit man die Einschläge vom Sandstrahlen nachher nicht mehr sieht. Gott sei Dank hat er das Dach in Ruhe gelassen, sonst könnte ich auch da richtig beigehen.

Den Motorraum habe ich noch Freitagabend gefüllert und nächste Woche kommt da wieder Steinschlagschutz drauf. Ebenso im Kofferraum. Der Rest wird dann später wohl unter den diversen Verkleidungen verschwinden und so brauch ich mich da nicht großartig um die Oberfläche zu kümmern.

Was natürlich klar war ist die Tatsache, das der Lütte doch stärker perforiert ist als angenommen. In diversen Ecke tut sich noch so manches Rostloch auf, mit dem ich nicht gerechnet habe. Aber auch das werde ich noch in den Griff bekommen.

Donnerstagmorgen ist auch noch die Motorhaube fertig geworden und ich konnte in  der Garage mal richtig Ordnung schaffen.

 

 

 
     
  Dienstag, der 17. November 2009

Nachdem in Hamburg und in Hannover die Computer heiß gelaufen sind gibt es mal wieder was Neues.

Zum einen haben wir der Poloseite ein Forum angehängt. Wir, das sind mein Freund Bernd aus Hamburg und ich, wobei Bernd für das Forum verantwortlich zeichnet, da meine PC Kenntnisse eine vernünftige Einstellung des Forum nicht zulassen.

Ihr habt im Forum nach der Registrierung die Möglichkeit euch über mein Projekt das Maul zu zerreißen, abzulästern oder mit anderen Usern Euch über Polos auszulassen.

Ihr könnt aber auch Euch und Euer Fahrzeug, sowie Eure Projekte mit Bildern vorstellen. Die Bilder fügt Ihr einfach als Attachment an Eure Beiträge an und man kann die später durch anklicken in einer "Shadowbox" sehen. Ihr könnt Euren Beiträgen aber auch MP3, WInrar und Flash-Dateien anhängen.

Für die schnelle Kommunikation ist unter der Forenstatistik eine Shoutbox integriert. Seht Ihr einen User in der Statistik online könnt Ihr direkt mit dem Kontakt aufnehmen, also so eine Art Minichat.

So wie ich Bernd kenne kommen da in Zukunft aber auch noch mehr Features zu.

Zum zweiten habe ich der Poloseite ein neues Outfit verpasst. Nachdem das Forum  hochgeladen war passte das alte nicht mehr zum Forum und so durfte ich mich hinsetzen und mir was neues ausdenken. Ich hoffe es gefällt Euch und Ihr vom Forum reichlich Gebrauch macht.

Die Tage geht es dann auch mit dem Polo bzw. Poloteilen weiter, denn der Lütte ist immer noch nicht da.

 

 

 
     
  Sonntag, der 15. November 2009

Leider hat es auch diese Woche nicht mit der Karosse geklappt, so dass ich noch die eine oder andere Kleinigkeit vorbereiten konnte.

Wie gesagt ist der Motor fertig geworden und steht nun  gut verpackt auf der Terrasse.  Nachdem ich meinen  alterschwachen Kompressor geschweißt hatte konnte ich auch die letzte Riemenscheibe sandstrahlen und lackieren damit der Keilriemen montiert werden konnte.

Da ich weiter nichts zu tun hatte fielen mir noch der linke Kotflügel und die Motorhaube ein. Die waren noch nicht vorbereitet, genauso wie die Fahrertür. Also habe ich mir den Kotflügel gegriffen und ihn komplett abgeschliffen. Ich wollte aber nicht nur für den Kotflügel die Grundierung extra anmischen und habe mir auch noch die Motorhaube hergekriegt. Auch diese ist nun fast komplett abgeschliffen. Leider kam mal wieder das Wochenende dazwischen und ich konnte keinen Radau machen. So wird die Motorhaube erst Montag weiter geschliffen und ich musste doch für den Kotflügel die Grundierung extra anmischen, damit ich den vor Feuchtigkeit und somit vor Flugrost schützen konnte. Anschließen bekam er noch eine dicke Schicht Unterbodenschutz auf der Innenseite verpasst und wartet nun in meiner Tischlerei das er wieder verbaut wird. Als einziges konnte ich den Rest der Grundierung auf die Innenseite der Motorhaube auftragen und brauchte nicht allzu viel entsorgen.

Da gestern, Samstag, ja nun nichts mit Radau machen war bin ich noch mal bei dem Armaturenbrett beigegangen. Ich hatte irgendwann ja schon einmal erwähnt, dass der Kleine eine elektrische Heckklappenbetätigung erhalten soll. Hierfür wurde auch ein entsprechender Drucktaster mitgeliefert. Dieser gefällt mir aber nicht und so bin ich in einem Poloforum auf einen Heckklappentaster vom Passat gestoßen. Da dieser nur in Exportmodellen für USA und Brasilien verbaut wird, hatte mein Freund Thomas beim VAG Partner richtig etwas um die Ohren. Schließlich hat er den dann doch noch gefunden und konnte mir auch das passende Steckergehäuse dazu liefern. Diese Teile hatte ich nun gestern verbaut und auch schon die elektrischen Anschlüsse vorbereitet, so dass ich nachher alles nur noch zusammen stecken muss. 

Das Armaturenbrett soll nachher eine Wurzelholzoptik erhalten, und so hatten wir vor ein paar Tagen bei ATU eine Dekorfolie gefunden. Wenn ich nun schon nix Besseres zu tun habe konnte ich die ja auch gleich aufziehen. Der erste Versuch sah dermaßen scheiße aus, dass ich die Folie wieder abgerissen hab und beschloss mir einen passenden Satz aus dem Internet zu bestellen. Ich hatte ein entsprechendes Angebot auch schon mehrfach gefunden und der Preis geht mit rund 50 €uronen auch in Ordnung. Also kommt vom Spargeld im Dezember der Wurzelholzsatz ran.

Wegschmeißen wollte ich die Folie aber auch wieder nicht und so habe ich mir `n Püllecken Bier und die Zuziehgriffe der Türen hergekriegt und diese mit der Folie bezogen. Das war mal wieder so eine richtige Puzzle-Arbeit. Großzügig zuschneiden, auflegen, mit dem Fön vorsichtig warm machen und um die Kanten herum verkleben. Anschließend noch alles Störenden weg schnippeln. So haben mich die bezogenen Applikationen zu der Überlegung getrieben evtl. auch noch die Türpappen mit einem schicken Stoff zu beziehen. Mal sehen was das Sparfach im Dezember hergibt.

Ich hatte in der Schalttafel noch ein altes Bordbuch gefunden und das mal durchgestöbert. Da waren von verschiedenen Polos die Kaufverträge drin und so konnte ich einen Vorbesitzer schon ermitteln und habe den auch gleich angerufen. Nach einigem Zögern seinerseits sind wir dann auch ins Gespräch gekommen und es stellte sich heraus, das ich mich doch etwas geirrt hatte. Das Bordbuch war aus einem Polo von Hilal dem ich das Lenkrad und die Bodenbleche explantiert hatte. Da wir zu unserem Kleinen kein Bordbuch haben hatte ich einfach das aus Hilal´s Polo mitgehen lassen.

Aber der Kontakt war ja nicht ganz unnütz. So habe ich gestern die zweite Einladung zu unserer Wiederinbetriebnahme-Feier ausgesprochen und auch die Zusage erhalten, das der Vorbesitzer des Lenkrades an der Feier teilnehmen wird. Ok, die Einladungen gehen wahrscheinlich erst im Januar raus.

Apropos Fundstücke: Ich hatte Euch noch gar nichts von meinem besten Fund geschrieben.

Wie ich seinerzeit so den Polo auf dem Hof stehen hatte und am zerlegen war finde ich unter dem Teppichboden die original Montageanweisung aus dem VW-Werk Wolfsburg für den Kleinen. Eine Montageanweisung ist ein Zettel der an der lackierten Karosse befestigt ist und der dem Werker am Band sagt welche Teile und Ausstattungsmerkmale verbaut werden sollen. Am Ende der Montagelinie sollen die Zettel von der Karosse entfernt und entsorgt werden. Das hat der entsprechende Werker dann auch gemacht, indem er den Zettel abgenommen, schön säuberlich gefaltet und dann unter dem Bodenbelag im Polo versenkt hat. Manchmal sorgt der Schlendrian bei VW also auch für nette Überraschungen.

Wenn man sich mit so einem Dokument auskennt, kann man genau sehen wann der Wagen über welche Station gelaufen ist und in welchem Werk er gebaut wurde. Also habe ich mir mal die Mühe gemacht meine alten Terminkalender heraus zu suchen (Ich hebe die auf, weiß aber auch nicht warum) und habe mal nachgeschaut.

Unser Kleiner wurde am Montag, den 15. 6 1992 in der Farbe G2G2 (Tornadorot) mit der Innenausstattung 12, also grau auf der Montagelinie 2 im Werk Wolfsburg für das Land 182 (Deutschland) gefertigt. Nun könnte man darauf kommen, der Kleine wäre ein Montagsauto. Stimmt aber nicht, da die Produktion eines Fahrzeugs mindestens 3 Tage beansprucht. Ein Tag Rohbau, ein Tag Lackiererei und min. ein Tag in der Fertigmontage. D.h.: Aufgelegt wurde die Karosse vermutlich am Donnerstag, den 11.6.1992 und hat das Werk als fertiges Auto frühestens am Dienstag, den 16.6.1992 verlassen. Wenn alles glatt gegangen ist und er nicht noch in der Nacharbeit gelandet war. Zugelassen wurde er dann erstmals am 25. September 1992 im Landkreis Pyrmont. Die lange Zeit zwischen Fertigstellung und erster Zulassung lässt darauf schließen, das der Kleine entweder von VW auf Halde gebaut war, oder sich ein Händler das Fahrzeug auf Vorrat hingestellt hat. Hierfür sprechen auch die fehlenden Zubehördetails.

Soviel mal zur persönlichen Geschichte unseres Kleinen.

Wenn man nun in die Personallisten des betreffenden Tages schaut kann man sogar noch nachvollziehen wer den Zettel in das Auto geworfen hat. Toll, was ?  Da könnte ich mich bei dem Typen ja direkt noch bedanken. Wenn ich nun noch an die Wagenbegleitkarte kommen könnte wäre es perfekt. Aber so gebe ich mich mit dem einen Teil der Geburtsurkunde des Kleinen zufrieden.

So kann man den Wagen wieder genauso wie einst zusammenbauen. Mir dient der Zettel aber nicht als Montageanweisung, sondern als Erinnerungsstück welches eingerahmt an die Wand kommt.

Die neue Woche wird nun wieder mit Warten beginnen. Ich bin mal gespannt wie lange es noch dauert bis der Kleine wieder zu Hause ist.

Ihr werdet es erfahren...

 
 


Fertig und Anprobe mit "Hut"

 

 
     
  Sonntag, der 8. November 2009

Wie schon erwähnt sollte es diese Woche mit dem Getriebe weitergehen.

Um das Teil einigermaßen sauber zu bekommen habe ich es nach dem Abwaschen mit Nitroverdünnung in einen großen dänischen Müllsack gesteckt und mit dem Sandstrahlgerät bearbeitet. Der Müllsack ist eigentlich nur dafür das, dass das Strahlmittel nicht durch die ganze Garage fliegt und ich es hinterher wieder umschütten kann und es nicht verloren ist. Leider ist mein Sandstrahler nicht so kräftig, das er auch den letzten Rest Schmutz vom Alugehäuse abbekommt und daher lässt das Ergebnis etwas zu wünschen übrig. Dafür ist der Getriebedeckel nach dem Sandstrahlen und Lackieren recht passabel geworden und konnte wieder dran. Ich war ja erst am Überlegen das VW Logo noch farblich hervorzuheben, aber im eingebauten Zustand sieht man es nicht und daher habe ich mir lieber mit einer Flasche Bier die Zeit vertrieben.

Selbstverständlich wurden auch alle Simmeringe gewechselt und es kam neues Getriebeöl rein. Beim Thema Getriebeöl habe ich mich richtig verschätzt. Ich hatte da so an 1 - 2 Liter gedacht, aber Thomas vom VAG Partner hat aus dem Ersatzteilekatalog 3,1 Liter heraus gesucht und die braucht diese kleine Gearbox auch tatsächlich.

Natürlich kam auch noch ein neues Ausrücklager dran. Wenn ich dieses Teile schon mal auf habe kommen auch gleich alle Verschleißteile neu. Somit wanderte das Getriebe erst einmal in einen großen Müllsack und wurde auf der Terrasse zwischen gelagert bis es wieder an den Motor kam.

Am Dienstag war ich mal den Kleinen besuchen. Leider ist die Fa. noch nicht dazu gekommen und ich konnte den Sandstrahler beruhigen indem ich ihm noch Zeit gegeben habe. So konnte ich mich ganz in Ruhe dem Motor widmen.

Was liegt näher als bei einem ausgebauten Motor auch den Zahnriemen zu erneuern. Also mal wieder das Internet bemüht und einen passenden Zahnriemen und Wasserpumpe heraus gesucht. In der Zwischenzeit konnte ich so einige andere Arbeiten am Motor durchführen. Der Ventildeckel war ja schon lackiert und auch die Ölwanne sollte nach der Reinigung ein anderes Aussehen erhalten. Also auch die in die große Plastiktüte gesteckt und mit dem Sandstrahler bearbeitet. Wie ich so am Gange bin höre ich durch den Lärm des Kompressors ein merkwürdige Zischen. Als der dann endlich abgeschaltet hat konnte ich am Druckzylinder ein kleines Leck ausmachen. Jetzt wo ich ihn am dringendsten benötige ist das gute Stück durchgerostet. Kann ja nach 25 Jahren auch mal passieren, aber bitte doch nicht gerade jetzt. Also geht es nächste Woche daran den Zylinder zu schweißen.

Ich hatte beim Ausbau des Motors die 2 Motorkabelbäume drangelassen und nun bin ich dabei gegangen die poröse Ummantelung der Kabelbäume neu zu wickeln. Wie gesagt: Das Auge will ja auch was haben.

Freitag kam die neue Kupplung. Im Internet werden die Dingen schon für 55 Euro angeboten, und ich Trottel kauf die bei ATU für 174 €. Da habe ich gerade mal 10 Kisten Bier meiner Hausmarke in den Wind geschossen. Nun gut dafür ist die auch von LUK und nicht aus China. Vielleicht hält die ja auch etwas länger als die billige. Einen neuen Keilriemen wollte ich auch gleich mitnehmen, aber für so ein "seltenes" Auto hatten die keinen auf Lager. Also bin ich am Samstag mal etwas herum gefahren und habe später bei "Stop & Go" einen Keilriemen bekommen.

Samstag sollte eigentlich mal mein Subi zu seinem Recht kommen und neben den Winterrädern auch vorn neue Bremsklötze bekommen. Also ab nach ATU und Bremsklötze ordern. " Ham wir nicht, kann ich aber bestellen."    Leck mich, bestellen kann ich selber und so kommen die erst nächste Woche und am Mittwoch ist dann der Subi dran.

Als Entschädigung kam Samstag so gegen halb 4 der Postillion von DHL und hat mir den Zahnriemen und die Wasserpumpe geliefert. So konnte ich gestern noch alles einbauen und brauche jetzt nur noch die Riemenscheibe der Kurbelwelle zu lackieren, neue Zündkerzen einzubauen und Öl auffüllen. Dann geht der Motor gut verpackt in sein Winterlager auf unserer Terrasse.

Diese Woche ist auch so ganz nebenbei das Lenkgetriebe fertig geworden. Alles neu lackiert und neue Manschetten dran und auch das wartet nun auf den Kleinen und den Wiedereinbau.

Nächste Woche wird wohl nicht viel passieren, da der Kleine erst Ende der Woche kommen soll und ich ansonsten alle Komponenten soweit ich kann fertig habe. Alles ist zwar noch nicht einbaufertig, aber ich habe ja schließlich keinen Dukatenscheißer im Garten und muss gelegentlich auch mal wieder etwas Geld verdienen damit ich das bei Internetbestellungen ausgeben kann. So fehlen mir noch die Stoßdämpfer, die vordere Bremse, Bremsleitungen usw., usw.

Vielleicht kriege ich mir noch mal das Armaturenbrett her und beziehe es mit Wurzelholz-Dekorfolie. Mal sehen, ich werde es Euch nächste Woche berichten

  

 

 

 
     
  Sonntag, der 1.November 2009

Viel zu berichten gibt es nicht.

Nach den Einstiegen ist die Tage auch ein Seitenteil eingetroffen. Ich hatte zwar das Rechte bestellt, doch die haben mir das Linke geliefert. Scheint der Fa Parts2go ja egal zu sein welche Seite der Kunde bestellt hat, Hauptsache der bekommt eins. Aber egal, das linke brauchte ich sowieso auch noch. Ich hatte versucht bei der Fa. anzurufen, doch die scheinen was an den Ohren zu haben und gehen nicht an das Telefon. Auch auf eine e-Mail habe ich bis heute keine Antwort, so dass mir nur übrig bleibt das Teil beim VAG-Partner zu kaufen. Ist aber auch gleich ein Preisunterschied von rund 150 €.

Da der Lütte gerade ausserhäusig ist habe ich den Motor hergekriegt und das Getriebe abgenommen. Nachdem es gereinigt ist sollen alle Simmeringe erneuert werden. Damit geht es dann nächste Woche weiter. Dann bekommt auch der Getriebedeckel eine neue Lackierung und neues Getriebeöl gibt es auch noch.

Das Rätsel um den Kleinen  ist gelöst. Mario hat als erster im Gästebuch das Sandstrahlen gepostet, und gewinnt somit eine Einladung zur Polofeier im nächsten Jahr wenn der Kleine wieder zugelassen wird. Wir planen eine kleine Geburtstagsfeier mit allen Vorbesitzern und Freunden und Bekannten die uns geholfen haben den Lütten wieder auf die Beine zu stellen.

Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg.

Nächste Woche soll der Polo blitzblank wieder kommen und dann heiß es ruckartig die Karosseriearbeiten fertig stellen damit der schnellst möglich grundiert werden kann und nicht gleich wieder gammelt.

Dann gibt es auch wieder neue Fotos vom Polo. 

 

 

 
     
  Sonntag, der 25.Oktober 2009

Nun ist es soweit, ich hab's gemacht. Der Lütte hat nun eine eigene Seite.

Ab sofort ist der Kleine unter

www.polohouse.de

zu erreichen. Hier werde ich dann in Zukunft wie gewohnt vom Poloprojekt weiter berichten. 

   
     
  Mittwoch, der 21.Oktober 2009

 

So Freunde,

 

hier mal ´ne außerordentliche Meldung:

Der Kleine ist seit heute nicht mehr in der Garage. Den haben wir heute ausquartiert.

 

Nun macht Euch mal Gedanken warum.

 

Wer mir die richtige Antwort im Gästebuch postet kann etwas gewinnen!

 
 

 

 
     
 

Sonntag der 18.Oktober 2009

Ihr denkt schon ich hätte Euch vergessen, was ? Oder das Poloprojekt ist gestorben.

Ne, ist es aber nicht. Es geht weiter!! Zur Zeit aber nur in ganz ganz kleinen Schritten.

Persönliche Umstände haben mich dazu veranlasst das Polo-Projekt in letzter Zeit etwas in den Hintergrund treten zu lassen, da ich mich anderen Aufgaben zuwenden musste. Das wird sich in den nächsten Wochen wohl auch nicht großartig ändern.

Trotzdem soll es ja mit dem Kleinen weiter gehen und es geht auch weiter.

Mit den Komponenten bin ich eigentlich, so weit wie ich kann, durch und widme mich nun absolut Nebensächlichem.

Da der Lütte noch in der Garage steht, kann ich am Motor und Getriebe eigentlich noch nichts großartig machen außer, dass ich mir das eine oder andere Kleinteil herkriege und es schon mal aufbereite.

So habe ich die Tage mal mit dem Kühler angefangen. Wenn ich später mal die Motorhaube öffne möchte ich da ja schließlich auch etwas für die Augen haben und so habe ich den Kühlerlüfter ausgebaut , das Blech gereinigt und geschliffen und dann die ganze Chose coloriert. Leider war ich wohl zu hektisch und so kann ich das Lüftergehäuse noch mal abschleifen und noch mal lackieren, denn die Rotznasen darauf gefallen mir nun wirklich nicht.

Dann kam der Ventildeckel dran. Nachdem ich meine Sandstrahlausrüstung wieder in Betrieb genommen hatte, hatte ich mir überlegt, das ich die Kleinteile auch in eine große, durchsichtige Plastiktüte stecken und darin die Teile strahlen kann, ohne dass die Garage wie nach ´nem Sandsturm aussieht. So sieht dann nur mein rechter Jackenärmel scheiße aus, aber die Garage bleibt weitestgehend verschont und ich kann das Strahlmaterial wieder verwenden.

So ist es dann auch mit dem Ventildeckel geschehen und das Ergebnis seht Ihr rechts. Und genauso ist es dem Luftfilterdeckel ergangen. Erst Sandstrahlen, dann grundieren und anschließend diese schicke silberne Farbe drauf. Ich bin mal gespannt, wie lange das nachher hält. Zur Zeit sieht das ja alle noch ganz gut aus da die Teile nun bei mir im Büro überwintern.

Tjaaaaaa........ das war es eigentlich diese Woche. Gut, wir haben hier in Hannover noch ein paar Kleinigkeiten für den Lütten besorgt, das eine oder andere bei I-Bäääh bestellt, aber das war es dann auch schon.

Apropos I-Bäääh: Kumpel Manne hat ja nun seinen Autozubehörladen dicht gemacht und bin dabei seine Restbestände im Internet zu verscheuern. Aber nicht nur da. Ihr könnt den Krempel auch auf dem Polo-Marktplatz finden. Wenn Ihr etwas haben wollt schreibt mir ´ne Mail und wir unterhalten uns dann mal über Preis und Versand. Oder Ihr holt die Teile selber ab und besucht uns mal. Dann gibt's auch ´nen Kaffe oder was Ihr sonst so trinken möchtet.

Das war es mal wieder von dem Kleinen und mir.

Bleibt gespannt!  Ich habe nämlich noch eine Überraschung für Euch.

Ich hoffe, dass ich Euch schon nächste Woche darüber berichten kann. 

 

 

 
     
  Da nun auch die Handbremsseile eingetroffen sind kann die Komponentenfertigung mit der Hinterachse weitermachen.

Eigentlich wollte ich ja die Bremse aus dem Schlachtpolo wieder verwenden, habe mich dann aber doch anders entschieden und eine komplette neue Bremse gekauft.

Als erstes kamen die Handbremsseile in die Ankerplatten und dann ging die Puzzelei mit den Bremsbelägen und Federn weiter. Es muss da wohl verschiedene Federsätze für geben denn die ersten Haltestifte waren zu kurz und ich hab mich da vergeblich abgemüht bis ich heraus gefunden hatte das da 2 verschieden Stiftsätze beigelegt waren. Also hab ich die längeren genommen und mit den alten verglichen und siehe da es passte. Ergo: Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Mir fehlen nun nur noch die Gummilager und die Hinterachse ist komplett.

So kann nun die fertige Hinterachse überwintern bis ich sie  brauche und wieder einbauen kann.

 

Um mich ein wenig abzureagieren hab ich letztes Wochenende mal das ganze Teile-Wirr-Warr auf unserer Terrasse sortiert und alle Teile die ich ganz sicher nicht mehr benötige hier eingestellt. So ist die Rubrik "Polo-Markt"  entstanden. Wer also noch Teile für seinen Polo 86c / 2F sucht kann da evtl. fündig werden und mit mir per e-Mail Kontakt aufnehmen. Die Preise die da angegeben sind sind natürlich verhandelbar. Entweder müsst Ihr die Teile selbst abholen oder die Frachtkosten übernehmen. Was verkauft ist wird natürlich schnellst möglich aus der Liste entfernt damit Ihr Euch nicht auf Teile freut die nicht mehr da sind.

Ansonsten sind die Teile auch bei I-Bäääh eingestellt und warten auf Käufer.

Ich mache nun erst einmal in der Rubrik Montageanleitungen weiter da ich sonst  ja nichts Besseres zu tun habe *g*.

 

Evtl. zieht das Polo-Projekt demnächst auf eine eigene Web-Site um da mir das ganze hier doch etwas zu viel wird. Daher bin ich am überlegen, ob man dem Kleinen nicht besser eine eigene Seite spendiert. Es kommt noch jede Menge da ich eigentlich ja erst beim Karosserie-Rohbau bin. Wir werden sehen. Wenn es soweit ist gebe ich Euch Bescheid wo der Polo sich dann rum treibt.

Schaut mal wieder rein 

 

 

 
     
  Da es zur Zeit nicht richtig weiter geht und ich mich eigentlich nur mit Kleinkram befassen kann habe ich mich entschlossen nur noch einmal wöchentlich einen  Bericht zu erstatten.

Letzten Freitag war Nachbar Raffael bei uns und es kam mal wieder das Thema "Sandstrahlen" auf den Tisch. Mir fiel dabei ein, dass ich damals, als ich meine Druckluftausstattung gekauft hatte, auch eine Sandstrahlpistole und das entsprechende Strahlmaterial dabei erhalten hatte und das das noch irgendwo rum stand. Also habe ich das in meinem Brausekopf mal hergekriegt, einsatzbereit gemacht und mich im Sandstrahlen versucht. Funzte auch recht prima, nur sah meine Garage hinterher Sch***e aus. Aber was soll`s es funzte und so habe ich ein neues Hobby *g*. Ist zwar nur für Kleinteile geeignet aber es hilft.

Wie schon berichtet hatten wir von Hilal eine "neue" Hinterachse bekommen und die sollte nun dran sein. Also habe ich die auseinander genommen, mit dem Sandstrahler gereinigt und neu grundiert und lackiert. So wartet die nun auf die neue Bremse und Radlager. Ich hatte zwar geschrieben, dass ich die eine einigermaßen ordentliche Bremse wieder verbauen will, habe mich aber anders entschieden und neue Radbremszylinder Bremsbeläge bestellt. Die sind die Tage auch gekommen, genauso wie die neuen vorderen und hinteren Radlager. Ich hätte das auch gern alles schon wieder vormontiert, aber mir fehlten noch die Handbremsseile. Also heißt es auch hier mal wieder auf die Teile warten.

So habe ich mich an die Beifahrertür gemacht und den elektrischen Fensterheber vorbereitet. Ich möchte nicht an einer fertig lackierten Tür rumbohren und neue Roststellen schaffen. So bin ich bei gegangen, hab den Fensterheber hergekriegt und die elektrische Anlage verbaut.  Nachdem ich alles angepasst hatte und der Probelauf erfolgreich beendet war, konnte ich alles wieder ausbauen und die Tür zum Grundieren vorbereiten.

Ich hatte es schon angesprochen: Die Zierleisten...

Original sind die geklebt. Und wenn man die runter reißt kleben die nicht mehr. Dann müssen neue her und die kosten ca. 350 € rund um. Also was tun? Doppelseitiges Klebeband? Hält evtl. in der Waschanlage nicht.    Annieten? Nöööööh! Weil das kann man erst nach dem Lackieren machen und dann rostet das.    Also was nu ????

Beim Bier kam uns dann die Idee !  Die Zierleisten werden geschraubt ! Jawoll ! Aber nicht mit Blechschrauben und einfach durchs Blech, sondern mit Blindnietmuttern.

Ich erklär es Euch.

Die Zierleisten sind zweiteilig und bestehen aus einer "Trägerplatte" und einer "Außenhaut". Diese Außenhaut ist auf den Träger aufgeklipst. Also die Außenhaut ab, ein 3 mm Loch bohren damit ich die Richtung habe  und dann die Trägerplatte abnehmen, alles sauber machen und dann die Löcher in der Tür auf 9mm aufbohren. Danach alles entgraten, reinigen und grundieren. Nun kann man mit einer speziellen Zange (von Nachbar Hans-Jürgen) die Gewindemuttern einziehen. Funktioniert wie eine ganz normale Popniete, nur das da dann ein Gewinde in der Mitte ist in das man eine Schraube eindrehen kann. Die Schrauben für die "Trägerplatte" haben genug Platz und ich kann anschließen die "Außenhaut draufdrücken und habe 350 T€uronen gespart.

So sind nun die Heckklappe, Beifahrertür und Kotflügel vorn rechts grundiert und warten in meiner Tischlerei auf den Wiederverbau. Das Gleiche widerfährt gerade der Hinterachse und den Federbeinen. Die warten darauf das die Stoßdämpfer kommen und das die Bremsanlage eingebaut wird. Aber bevor das soweit ist hatte ich mich noch an eine Sprühdose mit Bremssattelfarbe erinnert und bin dabei gegangen die Bremstrommel zu entrosten, mit dem Sandstrahler zu bearbeiten und zu lackieren. So warten nun auch die Bremstrommeln auf ihren neuen Einsatz. Hierfür fehlten mir aber noch die Handbremsseile. Die sind heute gekommen und so kann ich morgen nun die Hinterachse komplettieren.

Gestern ging es weiter in der "Komponentenfertigung". Das Armaturenbrett hatte ich mir ausgesucht. Ich hatte ja schon geschrieben, dass der Kleine auch `ne Sitzheizung bekommen soll. Da die aber aus dem Golf III ist und der Schalter original nicht so passt musste ich mir etwas einfallen lassen.

Also war nun der Tag an dem ich die Ruhe und vor allem auch die Lust dazu hatte. Püllecken Bier hergekriegt... Schalttafel daneben.. alles ausmessen und mal einen Ausschnitt für die Temperaturregler in das Armaturenbrett gefräst. Sieht zwar nicht super toll aus , erfüllt aber seinen Zweck.

Da ich nun schon mal bei der Schalttafel war fiel mir noch die Kontrollleuchte für den Anhängerblinker ein. Die war mal irgendwo als LED-Leuchte verbaut und ich wollte einen eleganteren Platz dafür finden.

Der Kleine hat im Kombigerät noch eine LED-Position frei und die wollte ich mit der Anhängerkontrolle belegen. So bin ich dann dabei gegangen und habe erst einmal das Kombigerät zerlegt um an die Position heran zu kommen, dann das Gehäuse um die LED entfernt und danach das ganze zusammen gefügt, so das es jetzt so richtig original aussieht. Nun brauche ich noch ein original Blinkrelais (3 +1)um die ganze Kabelage richtig anschließen zu können. Teilweise sind auch die Kabelbäume schon wieder in die Schalttafel integriert und die Anschlüsse für die Zentralverriegelung und die Fensterheber habe ich mit Hilfe von Schaltplänen auch schon erstellt, so dass ich bei der Endmontage eigentlich nur noch die Stecker zusammen fügen muss.

 

Ich hatte mich die Tage mal in einem Poloforum angemeldet und bin da richtig auf die Schnauze gefallen. Wie man es so macht hatte ich mich in der Benutzervorstellung auch vorgestellt und prompt kam der Hinweis von einem "Aufpasser" das ich meine Thread mal umbenennen solle da sich das in diesem Forum so gehört. Nun gut hab ich gemacht . Warum auch nicht, wenn`s  die glücklich macht, soll`s so sein. Das war dann aber auch er einzige Kontakt den man dort erhalten konnte. Ich hatte auf den einen oder anderen Thread geantwortet, auch bei "Suche" aber da hat es kaum einer nötig mal zu antworten. So bin ich gestern auf ein anderes Forum gestoßen, hab mich da registriert und siehe da... es geht auch anders. Da wird man nicht nur blöde mit irgendwelchen Kürzeln, Fachchinesisch oder Blödsinn zugetextet, nein da ist es übersichtlich, man findet Infos und es wird einem geholfen.

So kam mir beim Lesen eines Treads auch gestern die Idee, dass man für die User auch mal Anleitungen erstellen kann. Nicht jeder kann alles, viele möchten einiges selber machen und warum soll ich Wissen dann nicht weitergeben.

So ist heute hier auf der Poloseite die Rubrik "Anleitungen" entstanden.

Es steht zwar erst ein Beitrag drinnen, aber ich denke mal, das es noch einige mehr werden. Ich werde immer mal wieder das eine oder andere Thema aufgreifen, abarbeiten und nebenbei fotografieren um anschließend eine Anleitung davon zu basteln.

Heute habe ich mich mit Polstern befasst, morgen kommt der Umbau der Sitzkonsole vom Golf III auf Polo 86 c / 2F.

Habt Ihr Interesse an der Anleitung für "Himmelbau"? Wartet es ab..... Kommt ! Himmel selber nähen und einbauen.

Ich lass mir da noch so einiges einfallen.

Ich hoffe Ihr lest hier weiter und habt Spaß an der Geschichte

 
 

 

 
     
  Tag 17, Dienstag der 22. September 2009

Da es nun ja bekanntlich nicht so recht weiter geht hatte ich gestern beschlossen mich der Hinterachse zu widmen. Der Achskörper sollte entrostet werden und eine neue Lackierung erhalten. Ich habe ja nun 2 Polos zerlegt und könnte mir eigentlich eine Achse aussuchen, aber nach genauem Hinsehen waren beide gleich bescheiden. Also habe ich mich an den Rechner gesetzt und mal nach ´nem Hinterachskörper gegooglt. Kannste vergessen. Neue gibt's nicht und bei e-Bääh hab ich nur drei Schrotteile gefunden. Also mal den Kumpel Thomas bei VAG anrufen und freundlich nach ´nem Neuteil fragen. So 200 Ösen hätte ich da ja noch für raus getan, aber der Kumpel wollte gleich 500,-- Euronen haben.

So kam mal wieder mein Freund Hilal ins Spiel.

Subi anschmeißen und quer durch Hannover zu Hilal fahren. Die hatten dort gerade einen 1 er Polo mit astreiner Hinterachse zerlegt und für die Schrottpresse verladen. Die Achse wollte ich haben aber Hilal zeigte mir noch `nen 86 C Steilheck und nach näherer Begutachtung habe ich mich dann für die Achse entschieden. Heute Nachmittag sollte ich die abholen können.

Weil ich im Moment viel Zeit habe bin ich schon morgens in die Garage gegangen und habe erst einmal aufgeräumt. So wie ich das jeden Tag mache da ich abends dazu keine Lust mehr habe. So viel mir die Heckklappe auf, die nun schon wieder Flugrost angesetzt hatte und ich beschloss die heute mal fertig zu machen.

Die Roststellen waren ja alle schon vorbehandelt und ich brauchte somit nur noch das gute Stück zu schleifen und zu grundieren. Damit er Lütte ein wenig leiser wird hatte ich beschlossen, dass in alle Hohlräume Steinschlagschutz gespritzt wird um das Dröhnen der Bleche zu mindern. Nachdem ich die Heckklappe geschliffen und gesäubert hatte habe ich dann auch fein säuberlich alle Öffnungen abgeklebt und die Klappe innen mit Steinschlagschutz versiegelt.

Mittlerweile war es Mittag geworden und ich hatte Zeit weil die Klappe trocknen musste. So bin ich zu Hilal gefahren um die Achse abzuholen. Eigentlich sollte ich ja erst Nachmittag kommen, aber ich wollte auch etwas früher da sein, da ich von dem Polo noch das Lenkrad haben wollte und den Schraubern Anweisung geben, was sie an der Achse bitte nicht zerstören sollten.

Der Polo stand auch noch einigermaßen unversehrt auf dem Hof als ich ankam und sie wollten gerade anfangen den zu zerlegen. Prima, da war ich mal wieder genau richtig angekommen und konnte gleich das Lenkrad in meine Arme schließen. Ich habe Ute damit zum Cheffe geschickt, damit die ´nen guten Preis aushandelt. Rummms, für ´n 10er war's unseres . Die Matte für den Kofferraum hatte ich ihm schon am Vortag aus der Nase geleiert und so gab ich nun meine Anweisungen wie sie die Hinterachse ausbauen sollten. Das Handbremsseil war mir egal, das brauchte ich nicht, aber die Bremsschläuche sollten erstmal erhalten bleiben. Was haben die Brüder gemacht? Genau andersrum. Handbremsseil ist nun I.O. dafür sind die Bremsschläuche durchgeschnitten. Nun ja , Egal....

So sind wir dann von Dannen gezogen mit ´ner vernünftigen Hinterachse, ´ner Kofferraummatte und einem neuen Lenkrad. Nun haben wir 4 Lenkräder zu Hause und somit die freie Auswahl welchen wir später verbauen werden.

In der guten Gewissheit nun über eine gute Hinterachse zu verfügen konnte ich mich daranmachen die Heckklappe fertig zu stellen.

Wenn mir zur Zeit auch die Kohle für die Seitenteile fehlt, so heißt das aber nicht, dass es nicht doch irgendwie weiter geht.

Ich bereite mich ja so bei Kleinem schon auf den Zusammenbau vor und weiß das ich für unseren Kleinen neue Bremsleitungen brauche. Fertige gibt's nicht und da heißt es somit SELBERBIEGEN! Da ich aber vor 20 Jahren mein Werkzeug weitestgehend nach Dänemark verschenkt hatte muss nun neues ran. Also googlen, finden, PayPal bezahlen und warten.

Gestern kam nun endlich die Biegezange und das Bördelwerkzeug und heute kamen die vorderen und hinteren Radlager.

Fazit: Morgen geht es mit der Montage der vorderen Radlager weiter, da ich die Federbeine schon vorbereitet habe. Anschließend werde ich mir die Hinterachse vornehmen. Die Hinterachsbremse vom 2. Polo war noch neuwertig und findet somit nach Reinigung wieder Verwendung. Ich weiß, NIEMALS gebrauchte Bremse einbauen. Kann ich hier aber mit ruhigem Gewissen machen da sämtliche Bremsteile wieder original an ihren Platz kommen und nix vertauscht wird. Außer den Radlagern, die kommen neu.

 

Während ich Euch hier weiter berichtet habe war soeben der 100. Besucher auf dieser Seite.

Hier mal ein "Danke Schöööööön" an alle die uns besuchen und die an dem Fortgang Anteil nehmen.

  

 

 

 
     
  Tag 16, Samstag der 12. September 2009

Eigentlich gib es nichts Neues zu berichten, aber Ihr sollt ja sehen das es weiter geht.

Letzten Sonntag hatten wir unseren Schrauberstammtisch von der Quad-Truppe bei uns und haben Jens an seinen Hobel noch ein paar Extras angebaut. Hierzu hatte ich den Lütten wieder auf seinen Holzrahmen und aus der Garage heraus verfrachtet. Prompt ist der auch direkt von dem Holzgestell herunter gerutscht und so hatten wir abends das Problem, das er wieder auf den Rahmen aufgesetzt werden musste. Ist aber zum Glück nix passiert.

Da ich immer noch keine neuen Seitenwände und EInstiegholme habe ist auch die ganze Woche über das Projekt nicht weiter gegangen.

Ich habe die Tage hier und da etwas rumgepuzzelt, aber etwas Vernünftigen ist nicht dabei heraus gekommen.

Über e-Bay hatte ich einen Kontakt nach Emsdetten hergestellt und wollte von dem User eine "neuwertige " Heckklappe erstehen. Da mein Freund Ecki dort in der Nähe wohnt und das Teil zum Abholen war sollte er es mitbringen, denn er wollte dieses Wochenende aus Osnabrück herüber kommen. Aber ich habe leider vergeblich gewartet und auf Nachfrage stellte sich heraus, dass Ecki NICHT in Emsdetten war und auch NICHT nach Hannover kommen würde und ich somit keine "neuwertige" Heckklappe bekommen würde. Schade, aber was nich is, is nicht! *§&*+%/"  !!!

Also habe ich mir eben die Heckklappe von Hilal gegriffen und die erst einmal provisorisch eingebaut. Das hatte eigentlich nur den Grund, dass ich an dem Teil vernünftig arbeiten konnte.

So hatte ich nun die Möglichkeit die Einbaupunkte für den elektrischen Heckklappenöffner festzulegen und den Kabelbaum zu konfektionieren. Des Weiteren ergab es sich nun, dass ich die eingeklebte Heckscheibe entfernen konnte und die Klappe von den Resten des Klebers befreien konnte. Nun lagen auch alle Roststellen frei und ich habe somit aus der alten Heckklappe eine neue gemacht. Das da auch gleich eine dritte Bremsleuchte von einem Polo 6N  mit eingebaut wird versteht sich ja schon fast von selbst. Auch dafür hatte ich nun die Voraussetzungen geschaffen.

Da der Lütte gerade richtig herum stand bin ich dabei gegangen und habe mal die rechte Fahrertür eingebaut und auch schon mal den Kabelbaum für die Zentralverriegelung angefertigt.

So stagniert das Projekt zur Zeit und ich bin eigentlich recht unzufrieden. Aber ich muss halt abwarten was die Zeit bringt und hoffe mal, dass ich in den nächsten Tagen zumindest ein paar kleine Reparaturbleche bekommen kann damit ich auch endlich mal wieder sehen kann dass es weiter geht.

Ich werd`s Euch berichten. 

 


Schrauberstammtisch


noch ein elektrische Helferlein 

 
     
 

Tag 15, Samstag, der 5. September 2009

Nachdem ich mich nun gestern abreagiert hatte bin ich dann doch noch mit ´ner Flex und Kabeltrommel zu Hilal gefahren um nach Teilen zu schauen.

Als ich bei Ihm ankam viel mir als erstes ein Auto von TVN-Niedersachsen auf.  Was soll ich Euch sagen? Da waren die Fernsehfritzen bei Ihm am Drehen. Das hieß für mich, dass ich mich  aus dem Bereich der Kamera zu entfernen hatte da ich nicht ins Fernsehen wollte. Hätte ich heute am wenigsten gebraucht. `Ne Reporterin die mir Fragen stellt warum ich mich auf` `nem  Schrottplatz rumtreibe. Also Werner duck dich und warte ab.

Als mein Kumpel Hilal dann mal Zeit hatte frug ich ihn nach Blechteilen und wurde direkt in die Werkstatt geschickt. Glück gehabt, die hatten gerade den Polo aus dem wir das Lenkrad explantiert hatten geschlachtet und der hing noch an der Gabel vom Gabelstapler.

So konnte ich aus dem Fahrzeug die gewünschten Blechteile heraus schneiden und bin, zwar 10 € ärmer, aber immerhin mit meinen Blechen vom Hof gezogen.

Zu Hause angekommen hatte ich eigentlich keinen Bock mehr noch irgend etwas anderes als `ne Bierflasche und `ne Zigarette anzufassen. Aber als ich da so in meinen dreckigen Klamotten mit der Bierpulle dem Lütten gegenüber saß überkam es mich dann doch noch.

Also den Brenner her, die "neuen" Blechteile warm machen und säubern und denne noch einbraten. Zumindest das hintere Teil.

Mit dem vorderen Teil lass ich mir noch Zeit bis nächste Woche, denn da laufen drei Bleche zusammen und ich bin mir über die Vorgehensweise noch nicht im Klaren.

Morgen, Sonntag, ist bei uns erst einmal Schrauberstammtisch unserer Quad-Truppe und da hab ich genug zu tun. Und Radau kann ich bei uns in der Siedlung am wenigsten machen. Also ist das Weitere auf nächste Woche vertagt.

 

Ich hab mich heute mal entschieden dem Tagebuch ein anderes Outfit zu verpassen. Ich hoffe es gefällt Euch und Ihr schaut mir weiterhin bei der Arbeit zu. 

 


Problemlösung ?


Vorbereitung fürs neue Blech hinten


eingebraten

 

 
     
 

Tag 14, Freitag, der 4. September 2009

Gestern Abend kam noch gewohnheitsgemäß Hans - Jürgen auf ein paar Bier rüber und wie wir so am klönen sind stochert der im Fußraum der Fontpassagiere rum und ist durch. Also haben wir mal kollektiv nach weiteren Stellen gesucht und sind auch im vorderen Fußraum fündig geworden.

Das ein 17 Jahre altes Auto nicht rostfrei ist und dass die Einstiege durch sind wusste ich schon. Aber das die Blödmänner, die den Polo gebaut haben, bei der Montage der Kraftstoffleitungen den Unterbodenschutz ramponiert  hatten fanden wir dann schon heftig. Ruck-Zuck  Halteclip dran, Unterbodenschutz im Arsch, Scheiß egal, ab dafür. Da sollte man im Werk dann doch mal etwas besser aufpassen und evtl. auch solche Montageschäden beheben. Durch die kleine Macke im Unterbodenschutz ist der Lütte dann im laufe der Jahre durchgegammelt. Also habe ich mich heute daran gemacht die Schweißmatten auf dem Bodenblech unter zu Hilfenahme der Heißluftpistole zu entfernen und nach weiteren kariösen Stellen zu forschen. Leider sieht es nicht rosig aus und mir ist nun mehrfach der Gedanke durch den Kopf geschossen, das Projekt sterben zu lassen.  Denn  hier kann ich zu den anderen Blechteilen auch noch ein neues Bodenblech kaufen und das bekomme ich nicht im Zubehörhandel, sondern nur, wenn überhaupt noch lieferbar, direkt bei VW. Und die Raffzähne langen bei Blechen richtig hin.

Ich muss mal sehen, vielleicht bekomme ich ja noch was bei Hilal. Wenn der noch ´n Polo rumstehen hat mache ich mich mit der Flex mal auf die Suche nach brauchbaren Blechen.

  

 

 

  

 

 
 
     
 

Tag 13, Donnerstag,3. September 2009

Heute konnte ich nun den ganzen Tag an dem Kleinen basteln ohne das ich irgendwohin musste. So konnte ich mich mit der Vorbereitung  der Zentralverriegelung befassen.

Eigentlich sind in dem Fahrzeug keinerlei elektrische Helferlein in den Türen vorgesehen und daher gibt es auch keine Punkte wo man die Bohrungen für die Kabeldurchführungen setzen kann und ebenso wenig gibt es original Kabeldurchführungen. Also ist auch hier mal wieder Improvisation angesagt. Die Kabeldurchführungen stammen nun von einer der vielen Heckklappen die wir rumstehen haben und ich musste mir nur noch die Punkte suchen wo ich die am Besten einbaue.

Ich würde ja gern mit der Karosse weitermachen, aber mangels Masse muss ich mich nun erst einmal mit Kleinkram beschäftigen. So habe ich mir dann schon mal den Fahrersitz vorgeknöpft und auseinander genommen. Der Golf hat breitere Sitzaufnahmen als der Polo und so muss das Untergestell jeweils geändert werden. Dazu müssen aber die Lehne und der Bezug der Sitzfläche runter. Ebenso wie die elektrische Anlage der Sitzheizung, so das ich nur noch das nackte Untergestell habe.

Der rechte Fuß und die Mittelschiene passten und nun musste der linke Fuß geändert werden. Also anzeichnen, abschneiden und wieder zusammenschweißen. Passt. Nun noch den Sitz wieder zusammenbauen und Probesitzen. Aus Spaß habe ich dann auch noch die Lenksäule eingesetzt und das neue Lenkrad aufgesteckt. So konnte man schon mal einen Eindruck gewinnen wie es werden soll.

Über e-Bay hatte ich im Internet überlackierbaren Steinschlagschutz gekauft und der war gestern gekommen. Da ich nicht nur rum sitzen wollte und die Zeit mit Bier trinken verbringen beschloss ich die Karosse umzudrehen und mir den Motorraum vorzunehmen. Hier war schon alles entrostet und gereinigt. Also habe ich alle relevanten Stellen abgeklebt, mir einen alten Schlauch von der Scheibenwaschanlage gegriffen, den in kleine Stücke geschnitten und damit die vorhandenen Stehbolzen abgedeckt. Da sollte ja kein Steinschlagschutz drauf denn die brauchen wir ja wieder zur Montage der Einbauteile.

Steinschlagschutz sollte deshalb in den Motorraum um das Fahrzeug leiser zu machen denn der dient auch als prima "Anti-Dröhn" Material.

Eigentlich hatte ich heute jede Menge geschafft und konnte mich dem Bierchen widmen. Doch irgendwie wurde es langweilig und so habe ich mir noch das Schaltgestänge und die Spurstangen hergekriegt um denen ein neues Outfit zu verpassen.

 
 

 
 
     
 

Tag 12, Dienstag, der 1. September 2009

Heute sollte es nun soweit sein, dass wir Utes Lieblingssitze bei Hilal abholen konnten. Also machten wir uns mit dem Anhänger und etwas Bargeld auf auf den Weg.

Der Spenderwagen war schon seit letzter Woche geschlachtet und die Sitze waren für uns reserviert. Nun musste man bei Hilal erst einmal überlegen wo die Dinger waren und hat sie schließlich in der Garage für Sitze gefunden.  Nun sahen die aber nicht mehr so aus wie wir die in Erinnerung hatten sondern waren richtiggehend eingesaut. Nachdem die dann fast alles gefunden hatten fehlte nur noch die geteilte Lehne der Rückbank. Einer der Monteure erklärte uns auf Nachfrage, dass er die weggeschmissen habe da sie große Brandlöcher hatten. Als wir die besichtigt hatten war da allerdings nichts von zu sehen, sodass wir annehmen die haben da mit ´nem Brenner hantiert und nicht aufgepasst.

Was nun, ´ne halbe Garnitur wollten wir dann auch nicht, und so bin ich über den Schrottplatz gestromert und habe mich mal umgesehen. Und was finde ich? `n Golf mit Sportsitzen und Sitzheizung. Nun sollten die es werden.

Hilal wollte für die aber wegen der Heizung 100 € statt 60 € haben und da ich ein netter Mensch bin und Hilal auch nett ist haben wir uns darauf geeinigt, dass ich ihm meine 60 gebe und den Rest am nächsten Tag vorbeibringe. Dann sollte auch unser Wunschlenkrad, welches noch verbaut war und auch noch gebraucht wurde, ausgebaut sein. So konnte ich mich dann an die Arbeit machen und die Sitze aus dem Golf ausbauen. Das Selber Schrauben hatte den Vorteil, dass ich auch gleich den passenden Kabelbaum und die Schalter mit ausbauen konnte.

 
 

 

  

 

 
     
 

Tag 11, Sonntag, der 30. August 2009

Während ich Euch nun von den Ereignissen der letzten Woche berichtet habe, ist die Zeit wie im Flug vergangen und ich muss nun zu meinem neuen Freund Sven. Den habe ich im Burgdorfer Quad-Forum kennen gelernt und er hat mir die Windschutzscheibe und die Seitenscheiben für den Kleinen versprochen.

Beim Ausbau der Windschutzscheibe hat dieses sich sprichwörtlich verkrümelt und so benötige ich eine neue. Diese wollen wir nun abholen fahren.

Also Sven, CU und bis gleich.

 

 
     
 

Tag 10, Donnerstag, der 20. August 2009

Rost an Rost und hält doch! Nur das Türfangband an der linken A-Säule hält nix mehr, da nix mehr zum festhalten da ist. Somit stellte der Organspender auch das Blech der A-Säule sowie die Aufnahme des Türfangbandes zur Verfügung. Also das Spenderteil anhalten und anzeichnen, genau ausschneiden und somit den Platz schaffen um die Halterung dahinter an der Verstärkung anzuschweißen. Anschließen habe ich das Blech der A-Säule eingesetzt, verschweißt und ausgeschliffen. Zu guter Letzt wurde das ganze auch noch verspachtelt, damit die Herren Prüfer des hiesigen TÜV  nicht gleich stutzig werden und da weiter nachforschen. Dürfen die zwar aber was die nicht wissen brauchen die auch nicht zu wissen.

Das war's eigentlich für heute. Bis auf...: Ich hatte vom Autozubehör-Butzemann ein paar Sprühdosen schwarze Farbe besorgt und will damit diverse Kleinteile lackieren damit die wieder wie neu aussehen. Als erstes viel mit der Stabilisatorhalter in die Hände und der musste nun dran glauben.

Ich machte es mir auf meinem Hocker mit `nem Püllecken Bier gemütlich, nahm etwas Benzin und Verdünnung zur Hand und reinigte das Teil. anschließend wurde es erst einmal grundiert um anschließen das schwarze Outfit zu erhalten. Nun sieht es wieder wie neu aus und wartet neben dem Getriebehalter, der die Prozedur schon hinter sich hat , auf den Wiedereinbau.

 

 

 

Ute hatte sich ja nun bekanntlich in die Sitze des 6N bei Hilal verliebt und ich hatte mich eigentlich geweigert die zu kaufen da sie in der Sitzaufnahme auch noch etwas breiter waren, doch heute hat mich der Teufel geritten. Ich stand so mit meinem Bierchen in unserem Ersatzteilleger auf der Terrasse und habe mir die alten Sitze angeschaut. Was sollte eigentlich so schlimm an einem Umbau sein? Kann man ja mal machen. Da wir nun mittlerweile wussten das die komplette Sitzgarnitur nur 60 Euronen kosten solle habe ich Hilal angerufen und die Sitze bestellt. Ute sollte da eigentlich nix von mitbekommen, aber just als ich mit Hilal einig war bekam sie Wind von der Sache und erschien auf der Bildfläche. Nun ja, Überraschung vorgezogen und am kommenden Dienstag fahren wir hin und holen die ab. 

 

 

 
     
 

Tag 9, Mittwoch, der 19 August 2009

Gestern hatte ich ja schon den kompletten Vorderwagen angepasst und heute morgen sollte es dann endlich mit den Schweißarbeiten losgehen. Leider wurde es dann doch wieder Mittag bis ich loslegen konnte. Für die Schweißarbeiten  mussten aber die Kotflügel wieder weichen, damit ich auch den oberen Querträger des Frontends mit den Stehwänden verschweißen konnte. Bevor ich die jedoch wieder abnahm, musste ich erst einmal den rechten Stoßstangenhalter verschweißen. Dieser hatte sich auch in Rost aufgelöst und wurde nun vom Organspender implantiert.

Viel mehr ist an diesem Tag dann nicht mehr geworden, da es sehr warm war heute und ich keine Lust mehr hatte. So habe ich den Kleinen in seine Ecke geschoben, mir ´n Bier und ´nen Hocker hergekriegt und ein weinig die Gedanken schweifen lassen wie es denn bei der Fertigstellung des Fahrzeugs sein würde, und was man alles noch zusätzlich verbauen könnte. Ich mache mir auch schon Gedanken über die Reihenfolge des Zusammenbaus. Als erstes müssen die Bremsleitungen und die Kabelbäume wieder rein. Und bei den Kabelbäumen ist das so eine Geschichte.

Da der Lütte ja nun bekanntlich einige Extras mehr bekommt, muss ich auch hierfür die Kabelbäume anfertigen und vor dem Zusammenbau einziehen. Dafür hat mir mein lieber Freund Hilal bei dem wir heute auch noch waren um eine neue Heckklappe (natürlich für lau) zu organisieren den Kabelbaum eines größeren VW oder Audi-Modells spendiert. Der hat da `ne große Kiste mit Kabelbäumen auf dem Hof stehen und auf die Frage ob ich einen haben könne  kam nur ein nimm doch mit. Danke Hilal ! 

Ich mag es nämlich nicht, wenn Zubehör verbaut wird und alles in ein und der gleichen Kabelfarbe gehalten ist. Wenn man da später einmal reparieren muss findet da kein Schwein mehr mit dem Besen durch und man hat den (Kabel) Salat. Also wird der spendierte Kabelbaum auseinander gefummelt und ich erhalte so viele verschiedene, und auch lange, Kabel die ich zu neuen Kabelbäumen zusammenstellen kann.

 
 

 

 
     
 

Tag 8, Dienstag, der 18. August 2009

Da das Frontend nun entfernt ist und sich der Vorderwagen so schön zugänglich präsentiert ist heute mal eine größere Putzaktion angesagt. Also Drahtbürste, Waschpinsel, Lappen und Verdünnung her, den Hocker daneben gestellt und los geht's. Erst mal mit der Drahtbürste den groben Dreck aus den Radkästen herauskratzen um anschließen mit Verdünnung den Rest zu entfernen. So konnte ich die Roststellen finden und es waren weit mehr als mir lieb ist. Nach den Radkästen kam der Motorraum an die Reihe. Auch hier alles schön sauber machen, Roststellen aufspüren und rigoros ausschleifen, damit sie anschließend mit Rostumwandler behandelt werden können. Ich traue diesen chemischen Mittelchen ja nich allzu weit, will es aber dennoch mal ausprobieren. Wenn es nachher so weit ist, das der Motorraum zum Lackieren vorbereitet wird erhält er noch eine Lage Steinschlagschutz den ich überlackieren kann. Das hat auch noch den Nebeneffekt, dass die Karosse weniger dröhnt und der Kleine somit nachher etwas leiser wird.

Ich hatte nun alles schön sauber (was mit Verdünnung nicht abgeht ist "echt") und wollte heute unbedingt noch mit dem Wiederaufbau des Vorderwagens beginnen. Also das "neue", gebrauchte Frontend her, die Stehwände richten und das Teil einpassen. Dazu mussten auch die "neuen" Kotflügel und die alte Haube her, damit vor dem Verschweißen alles richtig sitzt und fixiert werden kann. Was brauch ich noch zum Schweißen? Richtig: Mein Schweißgerät. Nun hatte ich das Teil seit über 20 Jahren nicht mehr benutzt und es in meiner Tischlerei untergebracht um in der Garage Platz zu schaffen. Also holte ich das Gerät wieder in die Garage, schloss die Kohlensäure-Flasche an und siehe da ...... Es funzte nicht.

Somit war erst einmal Bastelstunde "Schweißgerät" angesagt. Die Kiste öffnen und nach der Sicherung suchen... aha, durchgebrannt. Wo bekomme ich nun `ne neue her ? Mal H-J fragen. Der gab mir den Tipp mal in dem Dimmer in meinem Zimmer nachzuschauen da die Sicherungen darin die gleichen Werte wie in dem Schweißgerät haben. Nun gut, ich kann dann zwar schweißen, stehe dafür aber später im Dunkeln da. Macht ja nix. Also die Sicherung geklaut und im Schweißer verbastelt . Geht's nun? Nein, kein Strom, Kontrolle leuchte nicht. Wat nu? *kopfkratz* Also den Stromprüfer her und mal sehen wie das Kabel aussieht. Treffer! Kabelbruch auf der "Plus-Leitung". Na toll wo bekomme ich nu noch `n Kabel her? Also Sekt oder Selters, irgendwo muss die Bruchstelle ja sein und so habe ich das Kabel gleich hinter dem Gerät abgeschnitten und durch gemessen und siehe da nun  hatte ich Durchgang. Alles wieder fein säuberlich anschließen und es kann losgehen. Strom ist da. Prima. Nun noch den Draht einfädeln.

Nix is mit Draht einfädeln. Das Führungsrohr ist verstopft und der Draht will nicht durch. Also haben wir den Draht mit H-J´s Hilfe soweit wie möglich eingeführt um zu sehen wo die Verstopfung ist, dort das Rohr auseinander geschnitten, die Verstopfung raus geschnitten und den Rest wieder über den Draht gestülpt. Das ging so 4 mal. Somit habe ich nun ein 4-teiliges Führungsrohr und es kann nun endlich losgehen. Aber heute nicht mehr, da ich mich nun dem Genuss des Gerstensaftes hingeben will und noch etwas mit H-J quatschen.

 
 

 
 
     
 

Tag 7, Montag, der 17. August 2009

Heute morgen habe ich nun den Hilfsrahmen gebaut und dann mit den Karosseriearbeiten angefangen. Die vorderen Kotflügel liegen schon auf dem Schrotthaufen und heute soll das Frontend folgen. Da ich bei dieser Karosse unbeschädigte Stehwände benötige konnte ich das alte Frontend nicht ausbohren sondern musste es rausmeißeln. Beim Organspender habe ich um das Frontend zu retten die Schweißpunkte ausgebohrt und so gleich neue Punkte zum wieder einschweißen in den Kleinen erhalten. So haben die Nachbarn schon einen Vorgeschmack auf die folgenden Wochen erhalten, wenn ich den Rest der Karosserie erneuere. Nach näherem Hinsehen haben sich beide Einstiege, beide hinteren Seitenteile, beide inneren Radläufe und beide hinteren Ecken als schrottreif erwiesen und werden somit ausgetauscht. Also bekommt der Kleine bis auf das Dach komplett neue Kleider.

Und nun auch mal wieder was Neues von Kumpel  H.- J.  Der lümmelt sich ja nun täglich in meiner Werkstatt rum und entsorgt meine Biervorräte. Heute steht er so mit der Flasche in der Hand da , schaut über den aufgebockten Kleinen und bemängelt das verbaute Glasdach. "Is dat undicht? Dat schließt ja gar nich richtig. Da regnet`s bestimmt rein".

Irgendeiner der 6 Vorbesitzer hatte da mal die Dachluke eingebaut und irgend ein anderer hatte den Drehmechanismus über beansprucht, so dass die Luke nicht mehr richtig schloss. Also musste da nun auch noch ein Neuteil her, denn wir haben keine Lust dauerhaft "open Air" zu fahren. So bin ich wieder zu meinem  Autozubehör-Butzemann gefahren. Ich wusste, dass der seinen Laden schließen will, da noch ein Glasdach von Farmont rum lag  und ich bei dem die Sachen zum "Special Price" und vor Allem auf Latte bekommen kann. Also habe ich dem den Lichtschacht für 80 Euronen (statt 187) aus der Nase geleiert und bin stolz wie Oskar nach Hause gekommen um zu schauen ob das Ding auch in den Ausschnitt passt. PASST! Prima, nun stapelt sich noch ein Karton mehr in unserem Ersatzteillager, denn ich schau immer mal wieder bei E-Bay rein um zu sehen was man günstig schießen kann.

Der Rohbau hatte noch gar nicht richtig begonnen  da hatten wir schon bei einer Norddeutschen Firma die Zentralverriegelung mit Funkverbedienung und Klappschlüssel geordert. So kommt nun Eins zum Anderen und bei uns wird der Lagerplatz so bei kleinem knapp.

Die Terassenmöbel mussten schon auf den Sitzplatz im Garten ausweichen damit ich die Teile von 2 Kleinwagen irgendwie einigermaßen trocken lagern kann. Und selbst auf dem Gartensitzplatz wird es langsam eng, da dort die noch brauchbaren Karosserieteile lagern. Den Tisch dort habe ich  schon als Lagerplatz für die diversen Scheiben auserkoren.

  

 

 
 
     
 

Tag 6, Samstag, der 15. August 2009

Gestern waren wir mal  wieder bei Hilal und haben Ihm den Schrotthaufen zur Abholung avisiert. Hier hat Ute einen Polo 6N gefunden und war von den Sitzen so hin und her gerissen, dass sie die am liebsten gleich mitnehmen wollte. Die Garnitur sah ja wirklich wie aus dem Laden aus und ich hatte Bedenken, dass ich da Minimum 200 Euronen berappen muss.  So habe ich Ute schnellstens vom Schrottplatz  gelots. Aber nicht ohne vorher von einem andern 6N noch die dritte Bremsleuchte auszubauen. Hilal ist ein netter Mensch und so konnte ich das Bauteil gratis mitnehmen.

Wir sind dann weiter zu unserem Baumarkt gefahren und haben Kanthölzer und Rollen besorgt. Da der Kleine ja nun bekanntlich auf dem Bauch liegt und ich nun nicht gerade ein Erdnuckel bin soll er auf einen Hilfsrahmen, damit ich die Karosse in meinen beengten Verhältnissen auch bewegen kann. So kann ich mir den Wagen hinschieben wie ich es haben will und habe ausreichend Platz zum Arbeiten.

Das hat auch den Vorteil, das ich mein Möppi mit in die Garage einstellen kann und nur mein Subaru draußen bleiben muss.

 
 

 

 
     
 

Tag 5, Donnerstag, der 13. August 2009

Ich möchte Euch nicht vorenthalten wie es weitergegangen ist. Leider bin ich nicht dazu gekommen Euch zu berichten da der Organspender mich die ganze Woche in Beschlag genommen hat. Trotzdem möchte ich es nicht versäumen Euch auf dem Laufenden zu halten.

Das vordere Fahrwerk wurde komplett entnommen und nun ging es daran das hintere Fahrwerk auszubauen. Da die Karosse nun leicht ist konnte ich den Wagen per Hand von den Böcken heben und den Hintern aufbocken um an die restlichen Fahrwerksteile zu kommen und sie auszubauen. Ich habe hier schon im Vorfeld die Hinterachse in seine Bestandteile zerlegt, um mir auch so schon einen Überblick über die Bremse und die Stoßdämpfer zu verschaffen. Somit bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass alle Verschleißteile gleich komplett erneuert werden sollen. Es macht keinen Sinn ein Fahrzeug komplett zu zerlegen und dann halb verschlissene Teilen wieder einzubauen.

Mein Nachbar und Kumpel Hans-Jürgen hat ja nun den ganzen lieben langen Tag nix Besseres zu tun als im Internet zu surfen und hat nun somit den Auftrag nach Neuteilen zu suchen. Hat er was um die Hand und kommt nicht auf dumme Gedanken geschweige denn auf Ferkelseiten *g*.

Seit heute Abend liegt der Kleine nun auf dem Bauch und auf Grund von unvorhersehbaren Wetterverhältnissen habe ich aber die Scheiben und Türen noch drin gelassen damit der mir bei einem Wolkenbruch nicht innen auch noch voll läuft. Diese Teile kommen allerdings auch noch raus wenn es an den Wiederaufbau geht.

Ich warte nun erst einmal auf den Organspender um dann das nächste Schlachtefest zu begehen.

Eigentlich sollte der Organspender schon am Donnerstag, den 13. kommen aber das hat bei Hilal irgendwie nicht mehr hingehauen und so haben wir vergeblich gewartet. Auf Nachfragen wurde uns dann der Freitag zugesagt. Als wir so warteten rief Hilal an und erklärte das er noch einen Polo Steilheck hätte und frug ob er mir den liefern sollte. Der Preis sollte der gleiche sein. Ich baue eigentlich ´nen Steilheck auf und könnte den besser gebrauchen als `n Coupe. Irgendwie hatte ich das Gefühl der Typ denkt mit. Was nun? Ich hatte schon das erste Bier weg und konnte nicht mehr Auto fahren um mir seinen Vorschlag anzuschauen. Das Coupe hatten wir ja eigentlich wegen der tollen Innenausstattung gekauft und wenn das Steilheck auch so toll wäre würden wir uns ärgern wenn wir den nicht genommen hätten. Also was tun????  In diesem Moment kam Brigitte, Hans-Jürgens Frau, um die Ecke und wurde gleich verdonnert uns zu Hilal zu fahren damit wir das abklären konnten.

Bei Halil angekommen genügte uns ein Blick auf die Innenausstattung des Steilhecks und es war sofort klar, dass es das Coupe werden sollte. Ein bisschen hin und her und wir konnten dem Abwracker noch `ne Gratis-Heckklappe für unser Steilheck aus der Nase leiern. Leider wurde es dann auch Freitag nix mehr mit der Anlieferung und so sind wir dann mit dem guten Gefühl einen tollen Organspender zu erhalten und dem Versprechen dass das Fahrzeug Samstag morgen geliefert wird vom Hof geeiert.

Samstag Morgen wollten wir eigentlich um 10.00 Uhr zum ATV-Stammtisch und hatten Hilal gebeten bitte recht pünktlich zu sein. Die südländische Mentalität hat uns allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir mussten bis 10.30 Uhr warten bis das Fahrzeug endlich ankam.

Hans-Jürgen war da und wollte helfen den Wagen mit in die Garage zu schieben, doch der Abschleppfahrer bestand darauf den Wagen zu fahren. Und so ging es mit viel Getöse vom Abschlepper runter und rein in die Todeszelle. Das beliebteste Teil an so einem Auto scheint der Kat zu sein. So haben die dem Organspender auch als erstes mit `ner Flex den Kat ausgebaut und somit eine fast neue Abgasanlage ruiniert. Den Kat haben die mir zwar auch mitgeliefert, aber den Mitteltopf der Anlage kann ich nun neu kaufen.

Die lautstarke Fahrt des Organspenders in die Garage waren dann auch die letzten Meter die er selbstständig zurück gelegt hat. Für mich beginnt nun die nächste Runde des Ausschlachtens. Mal sehen was an Teilen übrig bleibt und was man noch bei E-Bay  verscheppern kann um die Kosten zu senken und unseren Kleinen ein bisschen besser auszustatten.

Den Anfang hat der Nachwuchs eines Nachbarn gemacht der ganz scharf auf die Motorhaube war. Da bei unserem Kleinen die Haube in Ordnung ist und bleibt konnte ich am Sonntag ganz getrost die Haube von dem Schwarzen vertickern und habe somit schon einmal die Kosten gesenkt. Mehr geht aber derzeit nicht vom Hof da ich erst einmal sehen muss was ich selbst noch brauche.

Nachdem ich mich nun Montag und Dienstag erst einmal um Kohle kümmern musste konnte ich am Mittwoch beginnen die Karre zu schlachten. Und heute , Freitag, liegt er nun auf dem Bauch und hat nicht eine Schraube oder Plastikclip mehr an sich. Morgen kann Halil seinen Schrott wieder abholen. Wollte er ja so haben und nun soll er mal machen.

Heute hat sich auch endlich entschieden, welche Farbe der Kleine bekommen soll.

Ich hatte die Tage schon bei dem Autozubehörhändler meines Vertrauen angeklingelt und mich nach den Kosten für das Lackmaterial erkundigt. Der Butzemann wollte doch glatt 800 Euronen für das Komplettprogramm, also Grundierung, Lack, Härter, Verdünner und Klarlack haben. Eigentlich sollte der Kleine die gleiche Farbe wie mein Subaru, also Farbcode 52 D (Dunkelblau-Perleffekt) bekommen. Aber hier kommt wieder mein Kumpel H-J ins Spiel. Dem hatten wir von den unverschämten Preisen berichtet und er hatte nix Besseres zu tun als mal wieder rum zu googlen. Prompt kam der mit ´nem E-Bay-Ausdruck von einem Lackfritzen aus Hannover und hielt mir den unter die Nase. Da war dann auf einmal nur noch von 275 € die Rede. Und das ALLES KOMPLETT, DAS GESAMTE PROGRAMM !!!

So sind wir da heute hin gefahren und haben und haben uns mit dem mal unterhalten. Ute konnte sich da an Hand von Farbtabellen ihre Wunschfarbe aussuchen. Sie hatte die Tage einen Polo 86 C in Grau-metallic gesehen und ist seitdem hin und her gerissen von der Farbe. Also wird der Kleine nun statt Blau Grau-metallic.

Auf dem Rückweg rief noch die VAG-Werkstatt an und teilte mir mit, dass bestellte die Heckschürze eingetroffen ist und dass ich die abholen kann. Also sind wir noch nach Gessner & Jacobi das Teil abholen. So konnte ich auch noch mit meinem Freund Thomas im Ersatzteilverkauf ein wenig über das Projekt unterhalten.

Ich hatte früher schon solche Eskapaden veranstaltet und daher kenne ich Thomas. Er war der einzige in dem Laden der sich Zeit genommen hat wenn man was ausgefallenes brauchte. Viele Teile kann man sich ja vom Verwerter holen, aber wenn es um eine Zackenleiste zum Himmeleinbau geht ist Thomas der Typ den man fragen muss. Der sucht das aus den unendlichen Weiten der Ersatzteilkataloge heraus und besorgt es dann auch. Bei dem kann ich auch telefonisch bestellen und bin sicher, dass ich das richtige Teil bekomme.

Heute hat er mich allerdings sehr traurig gemacht. Nicht das er versagt hätte, nein, es hat mit der Heckschürze alles prima geklappt. Ich brauch dann aber demnächst, nach der Lackierung, wieder die seitlichen Stoßleisten an dem Kleinen dran. Die sind geklebt. Und nun kommt's: Es gibt dafür keinen Reparatursatz, die muss ich neu kaufen. Als Beispiel hat er mal die Leiste für die Fahrertür herausgesucht. Überschrift: 70 (siebzig ) Euronen. Eigentlich hatte ich gehofft, das man die Klebefläche welche die Stoßleisten an der Karosse hält ersetzen kann, aber es gibt da von VW nichts. Vielleicht gibt es ja was im Zubehörhandel. Ich werde mal Hans-Jürgen darauf ansetzen und abwarten was der so rausgoogelt. Wenn von Euch jemand einen Tipp hat bin ich sehr dankbar und trinke ein Bier auf Eure Gesundheit.

Wenn Ihr also eine Idee habt, ich habe Euch unten und oben ein Gästebuch eingestellt, in dem Ihr das Polo-Projekt kommentieren und mir Tipps geben könnt. 

 

 

 
     
 

Tag 4, Mittwoch, der 12. August 2009

Heute haben wir erst mal wieder etwas für den schnöden Mammon getan und sind  anschließend, so gegen 15.00 Uhr, gen Vahrenwalder Str. zu dem neuen Schrotti gefahren. Erst wollte man sich gar nicht an mich und unser Telefonat erinnern. Aber nachdem die ganze Sippschaft vom Chefe befragt war konnte man sich dann doch erinnern weswegen ich anwesend war. Eine Heckklappe, wie versprochen, gab es zwar nicht aber dafür stand bei denen ein hervorragender Polo 86 C rum.

Ich bekomme so langsam Beklemmungen wenn ich sehe was die Leute für Autos wegschmeißen. DA IST NIX DRAN AN DEM WAGEN!!!!! Der geht problemlos noch 3 - 4 x über den TÜV, hat nicht mal ne Beule nur das Problem, dass sein alter Besitzer 2.500 Euronen haben wollte um sich `nen billigen Japaner einzusperren. 

Nun geht er zu mir um als Organspender für mein Poloprojekt herzuhalten. Wenn ich nun schon von denen keine Heckklappe bekommen kann, dann nehme ich halt das ganze Auto.  Ist zwar ein Coupe, kein Kombi, aber es sind viele Teile, die ich sonst noch zusammensuchen müsste, identisch und ich kann  damit meinen Lütten wieder fit machen.  Der Schrotti wollte zwar erst nicht so recht, aber nachdem ich ihm erklärt hatte was ich da so treibe kam das Angebot für 350 Euronen mir den Wagen vor die Haustür zu stellen und nach dem Ausschlachten auch wieder abzuholen. Ich darf halt nur den Body nicht wieder verwenden, da Papa Staat für das Schätzchen 2.500 Euronen Steuergelder verschwendet hat und der ehemalige Besitzer nun in einer Billiggurke den Verkehr unsicher macht. OK, dreimal hin und her überlegt und nun bekomme ich den für 300€ die Tage geliefert.

Hat für mich den Vorteil das ich mir viel Arbeit erspare und nur umbauen brauch als da ist:


Die komplette Kraftstoffanlage, (ist bei meinem dilettantisch zerstört worden)
Die Innenausstattung ( Sitze, Teppich, Verkleidungen, etc)
Beide vorderen Kotflügel
Stoßfänger vorn und hinten
Ich kann da viele Blechteile raustrennen und bei dem Lütten einschweißen

Nach Auskunft des Teilehändlers meines Vertrauens liegen allein die Reparaturbleche bei ca. 500 Euronen und somit kann ich da doch einiges sparen denn auch ich habe noch nicht im Lotto gewonnen, geschweige denn ich habe `nen Goldesel auf der Weide stehen

Alles in Allem denke ich mal, dass es doch vielleicht ein Schnäppchen war. Das werde ich aber erst sehen wenn ich den hier und zerlegt habe. Natürlich ist da auch noch ein Motor und Getriebe drin. Und mal sehen wie viel das Triebwerk gelaufen hat, vielleicht wird es ja wieder verwendet.

Aber irgendwie hat mich heute doch noch die Schrauberwut gepackt und ich habe den Kleinen weiter ausgezogen. Um bequemer an der Schalttafel arbeiten zu können waren die Sitze noch dringeblieben. Diese haben heute  ´nun endgültig ihr zu Hause verlassen (gibt ja neue) und auch der Rest ist nun entfernt. Mir bleibt jetzt nur noch das Fahrwerk auszubauen. Bisher sollte der Kleine ja noch wenigsten rollfähig sein, damit mein Subaru nachts in der Garage stehen kann.

Ich vertraue jetzt einfach mal dem Wettergott und habe nun auch angefangen auf dem Hof das Fahrwerk zu demontieren. Weit bin ich nicht gekommen. Lediglich die vordere linke Seite ist weitestgehend zerlegt. Nur das Federbein wollte einfach nicht so wie ich wollte. Also muss ich da morgen die Mutter aufmeißeln um das Teil heraus zu bekommen. Das konnte ich heute Abend um 21.00 Uhr leider nicht mehr machen, da ich den Ärger mit meinen Nachbarn doch vermeiden möchte.

Nachdem ich dann Feierabend gemacht hatte, ein Bier geöffnet war, bin ich noch mal um den Wagen herum und wurde doch etwas traurig. Im Batteriekasten und an der Spritzwand taten sich auf einmal Rostlöcher auf. Die hatte ich wohl übersehen und somit stehen auf meiner Liste der auszuschneidenden Teile vom Organspender zwei weitere Positionen drauf.

Mal sehen, morgen geht's weiter. 

 

 

 
 

 

Ach ja, hätte ich beinahe vergessen.

Ute hat gesacht, stell das Foto doch auch mal mit ein. Das gehört ja auch dazu ! 

   

 

 
     
 

Tag 3, Dienstag, der 11. August 2009

Nachdem ich mich nicht nur dem Spaß hingeben kann und ab und an auch mal etwas für die Kasse tun muss geht es heute Spätnachmittag nun erst wieder etwas weiter. Es war schon 18.00 Uhr und viel wollte ich heute nicht mehr machen, halt nur noch ein bisschen rumschrauben und den Motorraum "cleanen". Es ging dann aber doch besser als erwartet und so habe ich mich noch an die Schalttafel gemacht um  auch die aus dem Wagen heraus zu bekommen.

Das so `ne Karre jede Menge Kabel hat ist mir ja nun bewusst.  Es hat mich aber dann doch überrascht, dass der Kleine mit seinem Baujahr 1992 so eine umfangreiche Verkabelung hat. Da haben die Wolfsburger sage und schreibe tatsächlich 6 (sechs) Kabelbäume zur Versorgung verbaut. Gott sei gelobt, dass man beim Anschließen der Kabelstränge eigentlich nichts verkehrt machen kann, da alle Stecker nur einmal zusammen passen. Man kann sich da nicht vertun. Zur Sicherheit habe ich dann aber doch noch einige Fotos gemacht.

Mein Freund, Nachbar und Bier-Trinke-Helfer nimmt nun auch mittlerweile reichlich Anteil an meinen Projekt. Jeden Abend, wenn wir unser Feierabend Bier genießen ist der Kleine das Thema Nr. 1. Und jeden Tag habe ich einen ganzen Stapel Ausdrucke über Poloteile von ihm im Postkasten. So auch gestern.

Ich brauche für den Lütten  ´n neues Schaltgestänge da das alte bereits angekündigt hat demnächst nicht mehr mitspielen zu wollen. Und siehe da, Hans Jürgen kam mit  ´nem Ausdruck von E-Bay und der Schrotthändler saß auch noch in Hannover. Also habe ich da angerufen und mich nach dem Teil und einer Heckklappe für  `nen Steilheck Polo erkundigt. Ich war wieder einmal bei einer "Ostanatolischen " Autoverwertung gelandet und nach einigem Hin und Her ergab sich die Möglichkeit evtl. einen Organspender zu bekommen. Ich werde da morgen mal hinfahren und mal sehen was geht. 

 

 

 
     
 

Tag 2 , Samstag der 8.August 2009

Eigentlich wollte ich recht früh am Kleinen weiterschrauben, aber dann kam es doch anders als gedacht.

Zunächst sollten wir mal den Autoverwerter unseres Vertrauens kontaktieren und ausloten was der so an Polos mit brauchbaren Ersatzteilen auf dem Hof stehen hat. Dort haben wir dann auch 2 Fahrzeuge gefunden, welche unserem Kleinen die beiden Türen spendieren sollen. Beide Türen sind an der Unterkante stark verrostet und ich habe eigentlich keine Lust das mit Reparaturblechen zu flicken. Und auch die derzeitige Heckklappe hat es hinter sich und  soll erneuert werden. Leider war der Chef nicht anwesend und so sind wir mit dem Versprechen wiederzukommen von Dannen gezogen denn schließlich mussten wir auch noch Aldi beehren um unseren Kühlschrank zu füllen.

Ich hatte mir schon Gedanken gemacht wie es weitergehen sollte. Erst den Motor und das Getriebe ausbauen oder doch erst mit dem Innenraum weitermachen. Wenn ich jetzt erst mit dem Innenraum weitermache und das Armaturenbrett samt Lenkrad ausbaue ist der Wagen nicht mehr rollfähig und ich kann ihn zum Motor- und Getriebeausbau nicht mehr in die Garage schieben. Also hatte sich die Reihenfolge der Demontage von selbst geregelt.

Los ging es mit der Motorhaube. Ausbauen und vorsichtig in die Ecke stellen da wir die wieder verwenden wollen.

Zunächst kamen dann erst einmal die ganzen "Kleinigkeiten", die den Motorraum füllen, dran und wurden nach fotografischer Dokumentation entfernt und in beschrifteten Kisten verpackt. Das Fotografieren hat nicht nur den Hintergrund "Beweisfotos" zu machen, sondern dient auch noch dem praktischen Hintergedanken das man bei dem Zusammenbauen in einem halben Jahr noch mal nachschauen kann wo was wie hingehört. Wir haben jetzt in den zwei Tagen die wir am Polo dran sind schon über 70 Fotos gemacht und es werden bestimmt noch viel mehr.

Danach sollte der Motor rauskommen und ich wusste, dass ich irgendwo noch ´nen Flaschenzugrumliegen hatte. Aber wie das nun  mitunter so ist hatte der sich aus dem Staub gemacht, war nicht mehr aufzufinden und ich durfte mir einen neuen besorgen. Und irgendwo musste der ja auch dran aufgehängt werden. Einfach nen Haken in die Decke ging nicht und früher hatte ich dafür immer ein Holzgestell, welches ich in die Garage eingeklemmt hatte aber das gab es schon seit 20 Jahren nicht mehr und somit machte die Holzabteilung von Obi mal wieder Umsatz damit ich mir ein neues bauen konnte.

Ich konnte mich aber von der Schrauberei nicht trennen und so musste mich erst ein leichtes Gewittergrollen daran erinnern, dass ich das Krangerüst noch aufzustellen hatte wenn ich heute das Triebwerk noch ausbauen wollte. Nun ja ich war ja schon einigermaßen weit gekommen und widmete mich erst einmal dem Aufbau der Holzkonstruktion um danach den Flaschenzug daran aufzuhängen. Wie ich so am basteln bin höre ich ein Quad vorfahren und staune nicht schlecht das Anja und Jens vorbeikommen um einfach nur mal rein zuschauen. War zwar nett, hat mich aber eine Menge Zeit gekostet so dass ich erst gegen 19.00 Uhr den Kleinen unter den Kran schieben konnte um ihm das Herz zu entreißen.

Nun steht das Triebwerk bei den anderen ausgebauten Teilen auf der Terrasse  und wartet darauf überholt und wieder eingebaut zu werden. 

 

 

 

 
     
 

Tag 1 des Poloprojektes, Freitag, der 7. August 2009

Nachdem der Autoanhänger wieder seinem Besitzer zugeführt wurde, ein paar Einkäufe erledigt waren und ich mein erstes Bierchen hatte konnte ich mich nicht mehr beherrschen und habe den Werkzeugwagen auf den Hof gestellt und mit der Demontage begonnen.

Viel wollte ich heut nicht mehr machen und habe somit mit dem Kofferraum und der Heckpartie angefangen. Das eine neue Hecklappe fällig ist wusste ich schon aber das mein neuer türkischer Freund die Kabel der Heckklappe durchgeschnitten hatte wusste ich nicht und somit kann ich dann auch noch einen neuen Kabelbaum für die Heckklappe anfertigen. Was soll´s, that´s Life.

Uns Ali hatte mir zum Abschied auch noch gesagt, dass der Kleine mal nen Tritt in den Hintern bekommen hatte, aber das lies mich in meiner Euphorie über das Auto kalt. Nun, nachdem ich hinten alles zerlegt hatte und auch der hintere Stoßfänger auf der Erde lag, sah ich die Bescherung. Da hatte irgend ein böser Polohasser, oder vielleicht war es auch nur irgend so ein dämlicher Betonpoller, den kleinen so mächtig in die Kehrseite getreten, dass sogar die Reserveradmulde im Kofferraum ordentlich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Was die Wolfsburger da als Stoßfänger anbauten hat den Namen nicht verdient. Das ist lediglich `ne etwas breitere Zierblende, welche jeden Aufprall wegsteckt und wie ein Flummi wieder in Ihre ursprüngliche Form zurück springt. Was dann dahinter liegt sieht kein Schwein. Somit ist nun auch klar, das der Lütte `ne neue Heckschürze bekommen soll damit ich den Kofferraumboden und die Reserveradwanne wieder glatt bügeln kann.

So steht nun der Kleine mit `nem nackten Hintern auf dem Hof und wartet auf das was da noch kommt und ich sitze hier und schreibe für Euch den Bericht und mache mir nebenbei so meine Gedanken was für MICH da noch alles kommt.

Das es kein Spaziergang wird war und ist mir klar. Das mich Überraschungen erwarten hatte ich auch voraus gesetzt denn sonst würde es ja auch keinen Spaß machen. Ich lass mich einfach mal überraschen. Als Ziel für die Wiederzulassung hatte ich mir das Frühjahr 2010 vorgestellt. Ich bin mal gespannt.  Morgen geht es weiter.

 
 

 

 
     
  Ich hatte mir schon seit langem gewünscht mal wieder ein Fahrzeug neu aufzubauen. Nun hat es sich ergeben, dass ich einen Schrott Polo bekommen konnte und hab mir diesen dann auch gleich eingesperrt.

Gesehen hatte ich den bei einem türkischen Autohändler am Lindener Hafen in Hannover und nach ein paar Tagen Überlegung war es dann heute so weit, dass wir den abgeholt hatten. Eigentlich sollte der Kleine dem Recycling-Kreislauf zugeführt werden und Onkel Ali konnte es nicht fassen, dass da so`n bekloppter Deutscher ankam und die Karre haben wollte. Und das am Besten auch noch für ´nen Nulliger da Auspuff, Anlasser und Zündspule schon in der Wiederverwertung eine neue Heimat gefunden hatten. Ich bin großzügig *g* und der Ali ist ein guter Mensch und so haben wir uns auf 80 Eurönchen geeinigt.  Den Tank, die Abgasanlage (zumindest teilweise) und den Anlasser hatte er dann doch noch irgendwo gefunden und so gab es die Teile noch als Leckerli obendrauf, bzw. in den Kofferraum.

Für mich stellte sich nur das Problem des Transportes, welches ich mit Hilfe meines ATV-Händlers, der Fa. Steinfeld, lösen konnte. Hier bekam ich für 2 Std. einen Autotransportanhänger zur Verfügung gestellt und konnte somit mein neues Schätzchen sicher nach Hause bringen.

 

 

Leider musste ich nun erstmal den Anhänger wieder zurück bringen. Hätte den ja gern behalten, da ich so etwas, 1. immer mal gebrauchen kann, und 2. hat der mich nun nur noch aufgehalten mit der Arbeit zu beginnen. Wer mich kennt, weiß auch dass ich jetzt lieber ein Bier getrunken hätte als mich mit dem Ding durch den hannoverschen Feierabendverkehr zu quälen. Aber geliehen ist geliehen und muss wieder zurück. Daher nochmals Danke für den Anhänger für lau.

Abgeladen war der Polo mit Hilfe von Nachbar Hans-Jürgen und seiner Bande recht schnell und bevor die sich wieder verziehen konnten durften die den Wagen noch mit durch die Garage auf meinen Hof schieben.

Nachdem ich nun den Anhänger wieder heile zurück gebracht hatte mussten wir noch eine vernünftige Plane besorgen da der Wagen nicht mehr in meine Garage hineinpasst und erstmal auf dem Hof stehen muss. Falls es regnen sollte und ich den Wagen schon zerlegt habe sollte er doch wenigstens abgedeckt sein, damit er nicht noch mehr vergammelt.

So wird für die nächsten Wochen der Hof sein Platz sein. Meine Garage kann lediglich ein Fahrzeug beherbergen und daher müssen mein ATV und nun auch der Polo auf dem Hof stehen denn mein heiß geliebter Subaru wird, wenn es irgendwie möglich ist, nicht auf der Straße übernachten.

Der Polo soll komplett, bis auf die letzte Schraube, zerlegt und dann die Karosse wieder neu aufgebaut werden. Eine neue Lackierung (innen und außen) ist in Planung und das Innenleben wird um einige bequeme Features ergänzt.

Nun mag man sich fragen ob sich das lohnt. Ich weiß es nicht. Aber, ich habe Spaß an so einer Aktion und freue mich schon lange darauf mal wieder ein Auto zu restaurieren. Sicher währe es bequemer sich ein Fahrzeug mit ein - zwei Jahren TÜV zu kaufen. Die gibt es für kleine Kohle überall zu haben. Das ist aber nicht der Sinn der Sache. Ich bin seit über 30 Jahren im Fahrzeugbau tätig und möchte das Fahrzeug nach meinen Vorstellungen so original wie möglich wieder aufbauen und lange fahren. Und vielleicht bekommt der ja auch noch mal  `ne "H-Zulassung".

 

 

 

 
     
  Home